Der Botaniker

Samuel Heinrich Schwabe
  • Bereits in der Schule wurden die Lehrer auf Schwabes Fähigkeiten und seine umfassenden Kenntnisse auf dem Gebiet der einheimischen Flora aufmerksam. Die Lehrer setzten ihn für Sonderaufgaben in der Schule ein.
    So übernahm Schwabe bereits mit 16 Jahren (1805) erfolgreich eine Botanische Exkursion mit Schülern des Philantropinums unter der Leitung Professor Feders. Im gleichem Jahr schickte der Erbprinz Friedrich Schwabe eine angebliche "Sternschnuppe" ins Haus, die dieser eindeutig als eine Alge identifizierte und vermutlich später unter dem Namen "Anhaltia Fridericae" in seine Flora Anhaltina aufnahm.

  • Auf seinen späteren Reisen , die ihn auch oft ins Ausland führten, betrieb er stets intensive botanische Studien. Er hielt auf Veranlassung der Herzogin Friederike im Schloß Vorlesungen über Botanik und weckte als Lehrer ihre Leidenschaft für die heimische Flora.

  • Zu seinen großartigsten Hinterlassenschaften gehört ohne Zweifel die in zwei Teilen erschienene "Flora Anhaltina", das wohl umfassensde Werk über die Pflanzenwelt des Landes Anhalt. Es erschien erstmals 1838 in lateinisch, wurde jedoch 1865 für die vielen Pflanzenfreunde ins deutsche übersetzt. Es werden über 2400 Pflanzen und ihre Fundorte beschrieben.

  • Das Herbarium von Schwabe, eine weiteres Dokument unermüdlicher Studien, umfaßt etwa 3350 noch gut erhaltene Pflanzenbelege. Das Material stammt von seinen Reisen und aus den Parkanlagen der Dessauer Umgebung. Das Herbarium wird heute im Museum aufbewahrt.



Flora Anhaltina





Herbarium